642 Teilnehmer bei der Dottland-Tour
Die Sonne strahlte mit den Rennradfahrern um die Wette. Die
Radler hatten auch allen Grund dazu. Keine Wolke am Himmel, kaum Wind, bestes
Radsportwetter. So folgten insgesamt 642 Teilnehmer der Einladung der RSG
Emsdetten zur diesjährigen Dottland-Tour. Gestartet wurde um 9:30 Uhr am
Diemshoff. Dies war auch der Zeitpunkt, an dem sich ein beeindruckender Pulk an
Fahrer aus Emsdetten heraus bewegte. Bereits in Saerbeck war das Feld in viele
kleine Gruppen aufgeteilt. Dies spiegelt aber auch genau den Charakter einer
Radtourenfahrt wieder. Man fährt genau die Geschwindigkeit, die man fahren
möchte und lässt sich nicht hetzen. Unterwegs bot die RSG Emsdetten insgesamt
vier Verpflegungsstationen an. Diese wurden von den Fahrern reichlich genutzt.
Frisch gestärkt ging es dann auf die weiteren Kilometer. Der Abschluss fand die
Strecke wieder am Diemshoff, wo mit Würstchen und einer Erfrischung diese Tour
ausklang. Für die RSG Emsdetten ein voller Erfolg. „Es ist immer wieder schön
zu sehen, dass wir einen solchen Publikumsmagneten bieten können.“ kommentierte
Fergus Neher die Veranstaltung.
Nichts aus dem Katalog
Die modernen Räder bestehen heute zum großen Teil aus Karbon
mit viel chromblitzenden Teilen und Bauteilen, die einfach nur nach
Geschwindigkeit aussehen. Erfrischend ist es dann, wenn ein Fahrer mit einem
Rad am Start steht, dass seine ganz eigene Geschichte hat. Angefangen vom
speziell angefertigten Stahl-Rahmen, über alte Campagnolo-Bremsen, einem
handgefertigten Sattel aus England und Bauteile, die jedem Nostalgiker unter
den Radfahrern das Herz höher schlagen lässt. An diesem Rad ist nichts 08/15. Allein
vier verschiedene Campagnolo Baugruppen befinden sich an dem Rad. Alles alt,
handgefertigt oder als Sonderanfertigung an das Rad angebaut. Der Fahrer gestand,
dass sein Hobby das Sammeln alter Räder sei. Aus dieser Sammlung konnte er ein
Fahrrad mit einem ganz eigenen Charakter zusammen stellen. Ein echter Hingucker
der besonderen Art.
Hengelo folgte der Einladung
Der RTC Hengelo folgte auch der Einladung der RSG Emsdetten.
Dieser Tour konnten die Holländer nicht wiederstehen. Zumal die Streckenführung
in Emsdetten auch durchaus in die Berge geht, die in Holland bekanntlich
Mangelware sind. Als Termin für die Gegeneinladung nach Holland ist bereits der
21. Mai ausgeguckt. Die Mitglieder der RSG freuen sich auf dieses Datum.
Hart im Nehmen
Auf dem Rückweg von den Strecken über 71, 112 und 151
Kilometer kommen die Fahrer auch durch das Bocketal. Auf der abschüssigen
Strecke gibt es mit den schräglaufenden Bahnschienen eine echte Gefahrenstelle.
Trotz Warnschilder der RSG kam es zu einem Sturz einer Fahrerin aus Hamm. Doch
die Fahrerin hatte echtes Glück. Außer einer kleinen Schürfwunde am Finger war
nichts passiert. Das Fahrrad war jedoch mehr in Mitleidenschaft gezogen.
Plattfuß, verbogene Bremshebel und Lenker. Die Frau wurde zunächst inklusive
Rad zur nächsten Verpflegungsstation gebracht. Hier stand das passende Werkzeug
zur Reparatur bereit. Nachdem das Rad wieder hergestellt wurde meinte die
Fahrerin zur Verwunderung aller Beteiligten „Och, dann kann ich jetzt ja auch
weiter fahren!“ und kaum gesagt war sie auch schon wieder unterwegs. „Hart im
Nehmen“ war die einhellige Meinung der Umstehenden.
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