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Ein Bericht von Guido Bünker

Die Vätternrundfahrt möchte ich als mutierte Mega-RTF bezeichnen, an der in diesem Jahr fast 18.000 Teilnehmer angemeldet waren, 16.000 gestartet sind und 15.200 als Finisher in Motala begrüßt wurden. Das besondere an der Veranstaltung ist unter anderem, dass die Teilnehmer von Freitag 20.00 Uhr bis Samstag 5.18 Uhr in 280 Startgruppen mit etwa 60 Personen auf die große 300 Kilometer-Runde geschickt wurden. Meine Startzeit war um 4.26 Uhr. Vor mir fuhren also rund 14.000 Aktive. Somit war gesichert, dass sich ein endloses Band von Radfahrern um den See zog und ich wirklich keinen Moment erlebt habe, in dem vor mir keine Radfahrer zu sehen waren.
Der Start um 4.26 Uhr bei aufgehender Sonne
Jeder Windschatten wurde auf den 300 Kilometern gesucht
Die Leistungsunterschiede waren enorm, von Rennsportlern, die die Runde in acht Stunden bewältigen, bis zu Freizeitsportlern (sehr viele Frauen), die mit Treckingrädern 20 Stunden und mehr unterwegs sind. Auf den 1.400 Höhenmetern die zu bewältigen waren, hat man schon nach 150 Kilometern die ersten Leute ihre Räder die Hügel hochschieben sehen. Wenn man so in der Gruppe mit Tempo über 30 an vielen tausend Teilnehmern vorbeizog, taten einem viele Leute leid, die mit einfachstem Material die Strecke angingen, nötigten einem aber auch enormen Respekt ab.






Meine erste Teilnahme an diesem monumentalen Radevent stand offenbar unter einem sehr günstigen Stern. Bei unsicherer Wetterlage waren am Veranstaltungstag sehr günstige Bedingungen, was bedeutete, kein Regen, moderate etwas frische Temperaturen und auf der Westseite des Sees fast 160 Kilometer Schiebewind. Die Gegenwindpassage war zunächst ca. 110 Kilometer lang, allerdings waren da noch große schnelle Gruppen unterwegs und das Tempo lag immer zwischen 35 und 45 km/Std.. Die Pausen an den Depots und die zunehmend hügeligere Strecke dezimierten dann die Felder etwas. Es fanden sich aber immer gute Gruppen um schön voranzukommen.

Die Depots waren auf Grund der Unmengen von abgestellten Fahrradrädern nicht zu übersehen, natürlich ausgeschildert und sogar noch mit Flaggenposten gesichert. Die ganze Veranstaltung war professionell (auch Werkstatthilfe und Besenwagen) organisiert. Eine Besonderheit waren große Hinweistafeln, die die noch zu fahrende Distanz anzeigten. Das erste Schild kam schon nach 10 Kilometern, darauf stand dann folglich: Noch 290 Kilometer. Das war zum Anfang nicht gerade eine Motivationshilfe.

Unterwegs gab es neun Verpflegungsstellen die man auch in aller Ruhe geniesen konnte. Es gab zweimal Warmverpflegung, die berühmte schwedische Blaubeersuppe Meine erste Teilnahme an diesem monumentalen Radevent stand offenbar unter einem sehr günstigen Stern. Bei unsicherer Wetterlage waren am Veranstaltungstag sehr günstige Bedingungen, was bedeutete, kein Regen, moderate etwas frische Temperaturen und auf der Westseite des Sees fast 160 Kilometer Schiebewind. Die Gegenwindpassage war zunächst ca. 110 Kilometer lang, allerdings waren da noch große schnelle Gruppen unterwegs und das Tempo lag immer zwischen 35 und 45 km/Std.. Die Pausen an den Depots und die zunehmend hügeligere Strecke dezimierten dann die Felder etwas. Es fanden sich aber immer gute Gruppen um schön voranzukommen.

Die Depots waren auf Grund der Unmengen von abgestellten Fahrradrädern nicht zu übersehen, natürlich ausgeschildert und sogar noch mit Flaggenposten gesichert. Die ganze Veranstaltung war professionell (auch Werkstatthilfe und Besenwagen) organisiert. Eine Besonderheit waren große Hinweistafeln, die die noch zu fahrende Distanz anzeigten. Das erste Schild kam schon nach 10 Kilometern, darauf stand dann folglich: Noch 290 Kilometer. Das war zum Anfang nicht gerade eine Motivationshilfe.

Unterwegs gab es neun Verpflegungsstellen die man auch in aller Ruhe geniesen konnte. Es gab zweimal Warmverpflegung, die berühmte schwedische Blaubeersuppe (was auch immer drin war, sie hat bestens ihren Zweck erfüllt), daneben natürlich auch die üblichen RTF-Getränke. Weiter mit Bananen und Rosinenbrötchen (ohne Rosinen), an denen sich die geschmacklichen Gemüter etwas uneins waren, insbesondere wegen der ständigen Wiederholung des Angebots. An den Verpflegungsstellen war immer riesiges Getümmel und nicht selten lagen da viele hunderte wenn nicht tausende Räder im Gras oder angelehnt.

Im Ziel gab es dann die obligatorische Medaille und einen anständigen Nudelsalat sowie Freibier und Kaffee. Was will das Radfahrerherz mehr. Auf einer riesigen Wiese nahe dem Wasser und am Seeufer in Motala lagen dann tausende RadfahrerInnen auf einer Wiese und genossen den Zieleinlauf oder schliefen einfach erst mal vor Erschöpfung eine Weile.

Insgesamt hat die Veranstaltung schon Kultstatus und man sollte sich das schon wenigstens einmal gönnen, auch wenn es Strecken gibt, die bestimmt schöner und reizvoller sind als der schwedische Süden.. Jedem, der das mal vorhat, wünsche ich aber so gutes Wetter, wie ich es hatten, ich weiß nicht wie mein Bericht ausgefallen wäre, wenn es über die gesamte Distanz durchweg geregnet hätte.

Schließlich war ich mit einer reinen Fahrzeit von 10 Stunden im Ziel (Gesamtzeit 13:45Stunden), was bei dieser Veranstaltung aber so unwichtig ist, das es wirklich keinem Interessiert. Ich denke, das die Vättenrundfahrt eine Breitensportveranstaltung ist, wie es sie in Europa wohl kein zweites mal gibt.

RSG Emsdetten 1983 e.V.